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Chemnitz birgt einen geheimnisvollen Schatz!
Vor sehr langer Zeit wuchs auf heutigem Stadtgebiet tropischer Wald. Der Äquator lag gleich um die Ecke und es war mollig warm. Merkwürdige Pflanzen reckten ihre Blätter zum Himmel. Plötzlich ein Grollen. Gott Vulcanus schickt glühend heiße Wolken über das Land. Alles Leben vergeht und wird unter einer dicken Ascheschicht begraben. Unglaublich aber wahr: die Pflanzen bleiben Zelle für Zelle in Stein erhalten. Und sie liegen noch immer zahllos unter unserer Stadt!
„Wo denn?“ lautet die wohl häufigste Frage. Auch wir haben sie uns gestellt und schon waren wir mittendrin in der Schatzsuche! Wichtige Spuren fanden sich in der ehrwürdigen Sammlung unseres Museums. Doch nicht die farbenprächtigen Anschliffe lieferten Hinweise, sondern die handgeschriebenen Etiketten. Auf diesen kleinen Zettelchen fanden wir oft den Fundort „Höhe 340,8m“. Auf der geologischen Karte von 1906 ist er zwischen Zeißstraße und Frankenberger Straße eingezeichnet. Damals wurde der Stadtteil Hilbersdorf gerade errichtet, Felder mussten dichter Bebauung weichen. Heute erinnert nur noch ein schmaler Streifen Land an die originale Oberfläche des Hügels, das Gelände vor der Druckerei Dämmig an der Frankenberger Straße. Hier stand noch nie ein Haus und 340,8m ist nur einen Steinwurf entfernt. Hier soll alles beginnen. Begleiten Sie uns auf einer spannenden Reise in einen 290 Millionen Jahre alten Regenwald, denn jetzt graben wir ein kleines Stück davon aus.
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